Automatischer Neustart von PCs per GPO

Wir mussten einige PC nachts automatisch neu starten lassen. Hierfür erstellte ich eine GPO und in dieser GPO in der Computerkonfiguration einen geplanten Task, der einfach die shutdown.exe in c:\windows\system32\ mit den Parametern -r -f -t 60 aufruft.

Problem war dann, dass der Task ausgeführt werden muss, ohne das ein Benutzer angemeldet ist. Die Ausführung des Tasks mit dem lokalen Administrator misslang, da hierfür ein Passwort mitgegeben werden müsste, was jedoch nicht mehr unterstützt wird. Laut gpresult /h schlug die Erstellung des geplanten Tasks mit 0x80070534 fehl. Weitere Erläuterungen dazu findet man bei direkt bei Microsft: https://docs.microsoft.com/en-us/archive/blogs/grouppolicy/passwords-in-group-policy-preferences-updated

Lösung war dann, den geplanten Task als SYSTEM auszuführen. Dabei funktioniert es jedoch nicht, den User VORDEFINIERT\SYSTEM über den Assistenten auszuwählen, sondern man muss explizit die SID des SYSTEM Accounts „S-1-5-18“ als Benutzerkonto eingeben.

Et voilà.

CPU Boost-Modus in Windows steuern

Mein schönes neues XPS 9305 boostet mir ab und zu zu hoch. Der Lüfter läuft an, kühlt die CPU wieder runter und das Spiel beginnt mit vielen offenen Tabs alle paar Minuten von vorn. Ich könnte jetzt das Notebook weniger / anders nutzen, aber meeeh.

Also dachte ich, ich könnte den Boost-Modus des i5 1135G7 irgendwie im Bios steuern. Aber es geht noch einfacher / besser!

REG ADD HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Power\PowerSettings\54533251-82be-4824-96c1-47b60b740d00\be337238-0d82-4146-a960-4f3749d470c7 /v Attributes /t REG_DWORD /d 0x00000002

in einer cmd mit Adminrechten ausführen und schon sollten in den erweiterten Energiespareinstellungen einige Optionen zur Steuerung des Bootverhaltens auftauchen! Was genau die einzelnen Punkte machen, weiß ich noch nicht. Sie funktionieren jedoch. Das XPS läuft nun komplett lautlos und hat immer noch mehr als genügend Leistung für die täglichen Aufgaben.

PGS Untertitel aus MKV entfernen

Da 4k-HDR-Transcoding mit PGS Untertiteln eine Qual ist und deutlich mehr Leistung benötigt, als mein Plex-Server mit seinem Core i3 7100t auf die Beine stellt, entferne ich im Moment mit mkvmerge, was Teil von MKVToolNix ist, die PGS Untertitel und ersetze sie durch externe SRTs von opensubtitles.com. Das ist zwar etwas aufwendig, da man passende Untertitel händisch suchen muss… aber besser, als die 4k-Videos nicht auf Nicht-4k-Bildschirmen gucken zu können.

Der Befehl lautet:

mkvmerge -o output.mkv -S input.mkv

Warum Output vor Input kommt, kann wohl nur der Entwickler verraten.

Datei-Änderungsdatum per Powershell ändern

Ich stand vor der Aufgabe, das „Zuletzt geändert“-Datum einer Datei zu ändern, da dieses bei einer einzigen Datei, warum und wie auch immer, der 30.09.2071 war.
Die Datei tauchte in allen Listen, wenn man nach Datum sortierte, stets ganz oben oder ganz unten auf, was den Kollegen einfach nur nervte.

Also schnell per Powershell die Dateieigenschaften angeschaut:

Get-ItemProperty -Path 'Dateipfad\Dateiname.Endung' | fl

Und WTF?

CreationTime : 05.10.2020 15:36:07
LastWriteTime : 30.09.2071 22:29:43
LastAccessTime : 28.01.2021 11:16:18

Da kann was nicht stimmen.

Als nächstes habe ich dann per

set-ItemProperty -Path 'Dateipfad\Dateiname.Endung' -Name LastWriteTime '2020-10-05 15:40:00'

LastWriteDate auf einen Zeitpunkt kurz hinter der Erstellung gesetzt und siehe da, der Benutzer kann nun die Datei auch richtig sortieren.

CreationTime : 05.10.2020 15:36:07
LastWriteTime : 05.10.2020 15:40:00
LastAccessTime : 28.01.2021 11:20:22

Konfiguration des Junk-E-Mail-Filters per GPO

Überall im Netz findet man eigentlich die Aussage, es reiche aus, die Option Benutzerkonfiguration > Richtlinien > Administrative Vorlagen > Microsoft Outlook (2016) > Outlook Optionen > Einstellungen > Junk-E-Mail > Pfad zur Liste ‚Sichere Absender‘ angeben zu aktivieren, um die Konfiguration des Junk-E-Mail-Filters vorzunehmen.

Dabei muss eine zeilengetrennte Text-Datei mit Domänen (angeführt vom @) oder einzelnen Adressen irgendwo zentral mit Benutzerzugriff abgelegt werden und schon sollten die Adressen auftauchen.

Tun sie jedoch nicht.

Anschließend dachte ich, die Lösung sei die Option Junk-E-Mail-Importliste überschreiben oder daran anfügen wäre die Lösung. Die Option kann jedoch nur aktiviert oder deaktiviert werden. Was zur Hölle, Microsoft? Man beantwortet keine Entweder-Oder-Frage mit Ja und Nein. Aktiviert man die Option, wird die lokal vom Benutzer selbst gepflegte Liste mit der zentral abgelegten Liste überschrieben. Deaktiviert man die Option, tut sich weiterhin nichts. Ugh.

Erst die Option Trigger zur Anwendung der Einstellungen für die Junk-E-Mail-Liste brachte die Erlösung und die in der Text-Datei definierten Domänen bzw. E-Mail-Adressen tauchten zusätzlich in der Junk-E-Mail-Liste der sicheren Absender im Outlook der User auf.

Microsoft, ey.

Jetzt ein Bier wär‘ OK 2020

Da das Appletree Garden Festival dieses Jahr ausfiel, weil ja irgendwas ist, sah sich die Party Neuguinea-Crew gezwungen, sich woanders zu treffen. So schlugen wir in Bad Zwischenahn in der nähe von Oldenburg unsere Zelte und Pavillons am Appletree-Wochenende auf.

Mit Luxus-Dixies, Musik, Festivalbändchen, Lagerfeuer, Fahnenappell und Hymne, Rackelhahn, Grill, Obstler und jede Menge leckerem Bier.

Auflistung aller Exchange Postfach-Regeln

Um alle Postfach-Regeln aller Exchange-Postfächer aufzulisten, einfach folgenden Einzeiler verwenden:

foreach ($i in (Get-Mailbox -ResultSize unlimited)) { Get-InboxRule -Mailbox $i.DistinguishedName | where {$_.ForwardTo} | fl MailboxOwnerID,Name,ForwardTo >> C:\Pfad_zur_Logdatei.log }

kthxbye

Freenet.de und #5.0.0 smtp;550 5.0.0 X-Warning: Syntax error in header

Freenet.de akzeptiert, warum auch immer ey, keine E-Mails, bei denen im Header mehr als nur die E-Mail-Adresse auftaucht.

So werden z.B. E-Mails, zu dessen Empfänger-Adresse es einen Outlook-Kontakt gibt, nicht nur an die E-Mail-Adresse an sich, sondern an folgenden String geschickt:

Name des Kontakts in Outlook <'E-Mail-Adresse@freenet.de'>

Freenet.de hingegen mag das überhaupt nicht und lehnt solche E-Mails mit dem Fehler

Remote Server returned '554 5.0.0 < #5.0.0 smtp;550 5.0.0 X-Warning: Syntax error in header>'

einfach ab.

Hab in 15 Jahren noch nicht erlebt, dass dieser absolute Standard irgendwie Probleme macht. Oh man, ey.

Lenovo Tablet 10 WLAN-Probleme

Ich hab mir Mitte letzten Jahres irgendwann ein Lenovo Tablet 10 gekauft. Hauptsächlich, weil mir das wunderbare X230 zu groß und zu schwer war.

Vom Tablet selbst war ich ziemlich begeistert. 8GB RAM, 4-Core (Celeron) CPU, FullHD-Display und 128GB eMMC-Speicher für knapp 500€. Ist ein fairer Preis. Ein paar Sachen gibt es zwar, die nicht so super sind. Wie z.B. die etwas wackelige Tastatur-„Dock“, das etwas dunkle Display. Aber da kann man drüber hinwegsehen.

Wo ich hingegen nicht drüber hinwegsehen konnte, war die wirklich grausame WLAN-Performance der eingebauten Realtek 8822BE WLAN-Karte. Ständiger Verlust der WLAN-Verbindung, sodass nur ein Deaktivieren und erneutes Aktivieren der Verbindung in der Systemsteuerung half.
Absolut unterirdische Übertragungsrate. Denn trotz angezeigter Verbindung von 520 MBit/s, gingen ganze 2 bis 3 MByte/s netto über die Leitung. Ganz zu schweige von den immer grauenvollen Pingzeiten, die so schlecht waren, dass eine Verbindung zu einem lokalen RDP-Host keinen Spaß mehr machte.

Ich habe so ziemlich alle unterschiedlichen Treiber ausprobiert, die ich zu der Realtek-Karte im Netz finden konnte. Mal mit einem kleinen Erfolg, oft wurde es jedoch schlimmer.

Bei meinen Internetrecherchen zur FRU der Realtek-Karte stieß ich dann irgendwie auf die offizielle Lenovo partslookup-Seite und fand heraus, dass neben der Realtek-Karte auch Intel-Karte (FRU: 01AX768) für das Tablet 10 gibt.

Also eBay angeworfen und zum Glück einen Händler aus Deutschland gefunden, der genau die Karte für 10€ inkl. Versand verkauft.

Das Tablet 10 dann zu öffnen war dann auch deutlich einfacher als es im HMM zu vermuten war. Die komplette Rückseite ließ sich mit einem weichen Plek hinter der Plastikumrandung des Displays ohne irgendwelche verbindenden Kabel entfernen.

Nach dem Tausch der WLAN-Karte hab ich nun keinerlei Probleme mehr. Als nächstes würde ich noch probieren, den leeren WAN-Platz eventuell mit einer M.2 3042-SSD, die, falls sie nicht passen oder funktionieren sollte, in meinen PC wandern wird.